Ende 2019 einigten sich die Stadt Mitterteich und die Arbeiterwohlfahrt über den weiteren Betrieb des Mehrgenerationenhauses. Dort gelten nun einige Neuerungen. Gesucht werden zudem weitere ehrenamtliche Kräfte.

Ziel sei es, mit weiteren Helfern den Betrieb und die Öffnungszeiten weiterhin möglichst attraktiv zu gestalten, wie AWO-Kreisgeschäftsführerin und MGH-Leiterin Angelika Würner bei einem Gespräch mit Bürgermeister Roland Grillmeier und MdB Albert Rupprecht betonte. Wer Interesse hat, könne sich unter Tel. 09633/3888 oder 09633/918 623 melden. Mit geänderten Öffnungszeiten wolle man unter anderem die Kosten senken. Geöffnet ist das MGH montags und dienstags von 8.30 bis 12 Uhr, freitags von 9 bis 12 Uhr sowie dienstags, donnerstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr.

Bundesförderung erhöht

CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht freute sich sehr, dass das Mehrgenerationenhaus weiter geöffnet bleibt. Den Standort im Herzen der Stadt am Kirchplatz bezeichnete er als optimal. Dass eine solche Einrichtung nicht gewinnbringend geführt werden könne, nannte er normal. Nicht zuletzt deshalb habe die Bundesregierung beschlossen, die Förderung um weitere 10 000 Euro auf jetzt 50 000 Euro pro Jahr und Haus zu erhöhen. Rupprecht dankte der Arbeiterwohlfahrt, dass sie sich als Träger weiter der Verantwortung stelle.

AWO-Kreisvorsitzender Edwin Ulrich und Stellvertreter Helmut Wildenauer, der zuvor noch mehr Zuschüsse eingefordert hatte, begrüßten die Erhöhung der staatlichen Mittel. Bürgermeister Roland Grillmeier machte deutlich, dass der Stadtrat und er geschlossen hinter der AWO als Träger stünden. Dass sich die Stadt noch stärker als bisher am Defizit beteilige, nämlich mit bis zu 10 000 Euro im Jahr, nannte er selbstverständlich. Bei der Einbeziehung von Menschen aller Generationen sehe Grillmeier noch Steigerungspotenzial. Sein Wunsch sei es, das Haus noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Angelika Würner, seit 1. März Leiterin der Einrichtung, machte deutlich, dass das Mehrgenerationenhaus von seinen ehrenamtlichen Kräften lebe. Dringend notwendig seien aber auch die drei angestellten Mitarbeiter, darunter eine Teilzeitkraft. Ausdrücklich dankte Würner Bürgermeister Roland Grillmeier und der Stadt Mitterteich für die seit Jahren gewährte wohlwollende Unterstützung. Gäbe es diese nicht, wäre es schwierig, den Betrieb der Einrichtung fortzuführen.

Viele Ideen

Angelika Würner kündigte eine ganze Reihe von geplanten Veranstaltungen an. “Ich habe viele Ideen, die nur darauf warten, umgesetzt zu werden.” Vorstellen könne sie sich Sonntagnachmittage mit musikalischer Unterhaltung oder anderweitige Unterhaltungsnachmittage. Ein weiteres Ziel sei es, noch mehr Vereine ins Mehrgenerationenhaus zu holen. Diese könnten dort Sitzungen oder auch mal eine Feier abhalten. In den Schulferien, in denen stets weniger Betrieb im Haus herrsche, werde es künftig auch weniger Öffnungstage geben. Geschlossen ist das Haus in den Osterferien vom 10. bis zum 17. April, in den Pfingstferien vom 1. bis zum 7. Juni, in den Sommerferien vom 1. bis zum 16. August und in den Weihnachtsferien vom 21. Dezember bis zum 3. Januar. Weiter wolle man noch mehr Privatfeiern als bisher ins Haus bekommen. Angelika Würner zeigte sich überzeugt, dass das Haus zum Zuhören und zum Diskutieren oder für einen gemütlichen Treff optimal sei.
Albert Rupprecht zeigte sich beeindruckt vom neuen Konzept und den Planungen. Natürlich würden dafür neben professionellen Kräften stets auch ehrenamtliche Mitarbeiter gebraucht. Rupprecht kündigte an, auch weiterhin auf kurzen Dienstwegen zu helfen, falls Hilfe notwendig sein sollte.

Helfer im MGH jederzeit willkommen

Beim Gespräch im Mehrgenerationenhaus mit dabei waren (von links) Mitarbeiterin Renate Krieglsteiner, AWO-Kreisvorsitzender Edwin Ulrich, sein Stellvertreter Helmut Wildenauer, AWO-Pflegedienstleiter Michael König, Bürgermeister Roland Grillmeier, AWO-Geschäftsführerin Angelika Würner und MdB Albert Rupprecht.

Bild & Text: Josef Rosner für onetz.de